Lage und Umgebung

Eine moderne Einrichtung in idyllischer Lage Unsere Senioren-Residenz - umgeben von Wald und Grünflächen

Unsere Senioren-Residenz befindet sich im südwestlichen Teil des wendländischen Flecken Bergen/Dumme mit ca. 900 Einwohnern. Es liegt in einem kleinen Neubaugebietes (Einfamilienhäuser) in der Nähe der B 71, umgeben von Wald und Grünflächen.
Das Zentrum des Ortes Bergen/D. ist in wenigen Minuten erreichbar.
Dort befinden sich eine Arzt -und eine Zahnarztpraxis, eine Apotheke, Einkaufsmöglichkeiten sowie Banken, Cafes, Restaurants und ein Hotel.
In der Nähe des Heimes befindet sich eine Bushaltestelle. So kann das Heim auch ohne Auto erreicht werden.

Ausstattung des Hauses

Das Haus wurde erst 1993 fertig gestellt. Jedes DZ/EZ verfügt über pflegegerechtes Mobiliar, hat Fernseh- und Telefonanschlüsse, sowie eine Nasszelle mit Dusche/WC.
Das Foyer dient zum gemütlichen Beisammensitzen und Unterhalten. Dort erhält man auch Information in Hinblick auf die Zimmerverteilung, dass Angebot an Beschäftigung und Veranstaltungen.
Der Speiseraum ist für die gemeinsame Einnahme der Speisen ausgelegt und bietet dementsprechend Platz für alle Feiern und Feste im Heim. Dort finden auch Videovorführungen am Großbildschirm statt.

Der angrenzende Wintergarten mit Teeküche bietet Ruhe und Platz zum Lesen, ... ...zum Besucherempfang und für kleine Familienfeiern der Heimbewohner. Unser Wintergarten bieten Raum für private Familienfeiern Unsere gemütliche Fernsehecke lädt zum Verweilen ein Im Foyer, dem Mittelpunkt des Hauses, kann man viele Kontakte knüpfen Die Wohnküche ermöglicht ein möglichst selbstständiges Heimleben

Im Südflügel unten befinden sich 12 Doppelzimmer, das Schwesternzimmer für den gesamten Südflügel, ein Pflegebad mit Liegewanne, eine Fernsehecke, ein Gemeinschaftsraum mit integrierter Küche sowie mehrere Terrassen für den Aufenthalt im Freien. Dieser Wohnbereich ist unseren stark dementiell erkrankten Heimbewohnern vorbehalten.
Im Südflügel oben sind 7 Doppel- und 4 Einzelzimmer sowie ein geräumiges Pflegebad mit Badewanne integriert.
Ein Fahrstuhl für ein barrierefreies Bewegen der Heimbewohner führt zur oberen Etage des Südflügels.
Im Nordflügel unten befinden sich 2 DZ und 18 EZ, davon 10 EZ mit einer Terrasse, das Schwesternzimmer für diesen Bereich, ein Krankenzimmer, ein Pflegebad mit Sitzbadewanne und ein Raucherraum für Bewohner. Der angrenzende Wintergarten mit Teeküche bietet Ruhe und Platz zum Lesen, zum Besucherempfang und für kleine Familienfeiern der Heimbewohner. Büroräume, Küche, Waschküche und Funktions- und Abstellräume sind entsprechend im Haus eingegliedert.

Bewohner und Aufnahmekriterien

Erwachsene ohne Altersbegrenzung genießen bei uns die Vorzüge der Gemeinschaft... ...Versorgung und individueller Betreuung

Aufgenommen werden Pflegebedürftige im Sinne des § 14 SGB XI. der Pflegestufen 0 bis III. In einigen wenigen Fällen geraten wir mit unseren Möglichkeiten und der personellen, technischen und apparativen Ausstattung an Grenzen. Insofern können wir eine Pflege und Betreuung für:

  • Beatmungspflichtige Personen,
  • Schwerst-Schädelhirngeschädigte, bei denen eine spezielle fachlich qualifizierte Pflege und Betreuung erforderlich ist,
  • Personen, bei denen Chorea diagnostiziert wurde,
  • Personen mit Infektionskrankheiten, deren spezifische Therapie und Pflege eine Betreuung in der Einrichtung nicht zulassen,
  • Versicherte, die aufgrund eines richterlichen Beschlusses der beschützten Unterbringung bedürfen oder sich diese erforderlich macht

konzeptionell nicht anbieten.

Historie

Leben in schönster Lage: Unsere überdachte Terasse Derzeit befinden wir uns im letzten Bauabschnitt des neuen Anbaus

Hervorgegangen aus dem Pflegeheim in Schnega mit 24 Betten wurde 1992 eine Erweiterung des Alten- und Pflegeheimes geplant. Aus Platzgründen war dies aber in Schnega nicht möglich. So bot sich im damaligen Neubaugebiet in Bergen/Dumme -Am Lindhop- die Möglichkeit des Erwerbs eines größeren Grundstückes.

Unter Mithilfe der Gemeinde Bergen/Dumme und seines damaligen Bürgermeisters Heinrich Hildebrandt wurde in Zusammenarbeit mit dem Sozialamt des Landkreises Lüchow-Dannenberg ein Neubau geplant und genehmigt.
Der erste Spatenstich konnte am 8.März 1993 erfolgen, im Juni des Jahres wurde Richtfest gefeiert. Am 1.12.1993 konnten die ersten Bewohner, unter ihnen auch alle 24 Bewohner aus Schnega, den Neubau beziehen.

Um den notwendigen Heimplatzbedarf decken zu können, wurde 1999 die Erweiterung von 10 Einzelzimmern geplant, davon 2 Apartments mit 1½ Zimmern. Diese konnten am 15.11.2000 ihrer Nutzung übergeben werden. 2011 wurde die Einrichtung um weitere 4 Einzelzimmer, ein Pflegebad und eine geräumige Wohnküche erweitert.

Die Jeberjahn-Stiftung

Der Name "Jeberjahn", auch "Jevrian" und "Jieberjahn" geschrieben, wird in Bergen an der Dumme schon 1696 erwähnt.
Ein Joachim Jevrian heiratete Anna Maria Schlüter und war Gastwirt und Fuhrmann in Bergen Nr. 68. Am 26.10.1696 wurde er in der Ackerbürger-Gilde vereidigt.
Hans-Heinrich Jeberjahn, Haus Nr. 18, war Färber und wurde am 22.5.1723 vereidigt.
Joachim Franz Balthasar Jeberjahn, Haus Nr. 20, war um 1780 Branntwein-Brenner und Bäcker. Auch er war vereidigter Ackerbürger. So kann die Reihe fortgesetzt werden.
Am 10. März 1908 hat Joachim Heinrich Diedrich Jeberjahn ein umfangreiches Testament gemacht. Er muss sehr vermögend gewesen sein. Er verfügte, dass in Bergen an der Dumme eine Stiftung zu unentgeltlichen Pflege von erkrankten und siechen Einwohnern des Kirchspiels Bergen eingerichtet werden sollte. Die Aufnahme der alten Menschen sollte in einem – 20 Jahre nach seinem Tode in Bergen zu erbauendes- "Kranken- und Siechenhaus" erfolgen.
Bis dahin geschieht die Unterbringung in dem hinterlassenen Haus Nr. 19 (Breite Straße 27) des Stifters. Die Stiftung soll "Heinrich-Jeberjahn-Stiftung" genannt werden. Ein Kuratorium soll dafür sorgen, dass die Bestimmungen des Testaments eingehalten werden. Dieses Kuratorium erließ am 21. März 1912, unter der Federführung des Bürgermeisters Eduard Lillie, eine umfangreiche Satzung.
In dem Haus Nr. 19 wurden Krankenstuben eingerichtet und auch eine Wohnung für die Krankenpflegerin. Die segensreiche Arbeit konnte beginnen. Dazu erfahren wir Näheres in Paragraph 4 der Satzung:
"Die Pflege besorgt eine Krankenpflegerin. Dieselbe hat, soweit es ihre Zeit erlaubt, auf Anordnung des Vorsitzenden des Kuratoriums sich auch dem Gemeindekrankendienste im Kirchspiele Bergen zu widmen, und zwar bei Armen unentgeltlich, bei Vermögenden gegen eine vom Kuratorium jährlich festzusetzende Vergütung, von welcher zwei Drittel der Stiftung, ein Drittel der Krankenpflegerin zufallen."
Dann kam der erste Weltkrieg und die Inflation. Aus dem Neubau wurde nichts. Es kam der zweite Weltkrieg und die Währungsreform. Es hab immer noch kein neues Altenheim. Aber im alten Haus wurden nach wie vor alte Menschen betreut.
Im Laufe der Jahre wurde das Haus in der Breiten Straße Nr. 27 mit dem großen Schild "Heinrich-Jeberjahn-Stiftung" immer älter, und es fehlte Geld zur Renovierung.
Die Bezirksregierung Lüneburg stellte fest: Die Stiftung ist nicht rechtsfähig. Am 14. Juni 1965 wurde sie aufgehoben. Damit konnte die Gemeinde über das Vermögen der Stiftung verfügen. Das Haus wurde renoviert, und es konnten weiterhin bedürftige Menschen in diesem Haus versorgt werden.
Die Auflagen des Gesundheitsamtes und des Sozialamtes wurden aber immer strenger. 1990 wurde vom Gemeinderat noch einmal Geld für einen Umbau bewilligt. Aber das Haus konnte kaum noch ohne Verluste bewirtschaftet werden.
Da kam Herr Kurt Kugland zur Gemeindeverwaltung und erklärte, er suche ein Grundstück, um ein Altenheim zu bauen. Bürgermeister und Gemeinderat waren sich einig: Dies ist endlich die Gelegenheit, den Wunsch des Stifters nach 80 Jahren zu verwirklichen. Ein Grundstück wurde gefunden. Was überhaupt nicht immer selbstverständlich ist, alle zogen an einem Strang! Die Bezirksregierung, der Landkreis – hier besonders das Sozialamt und das Hochbauamt – und die Gemeindesparkasse. Die Kirche half beim Grunderwerb.
Am 26. Februar 1993 wurde die Baugenehmigung erteilt und Herr Kugland konnte mit dem Bau beginnen. Allen Beteiligten gebührt Dank und Anerkennung. Besonders aber Familie Kugland für den Mut und das Wagnis, ein solches Haus zu errichten.
Am 15. Januar 1993 verkaufte die Gemeinde das Haus der alten "Jeberjahn-Stiftung" an die Gemeindesparkasse. Dadurch wurde die Gemeinde in die Lage versetzt, bei dem Neubau mit einem Darlehen einzusteigen. Im Gegenzug verpflichtete sich Herr Kugland, den Namen "Jeberjahn" zu erhalten und fünf Heimplätze für Bedürftige aus Bergen bevorzugt vorzuhalten.
Das Kuratorium soll auch weiter bestehen bleiben.
Heinrich Jeberjahn und die Kuratoriumsmitglieder von 1912 würden sicherlich ihre Freude daran haben, wenn sie sehen könnten, wie nach fast einem Jahrhundert der letzte Wille des Stifters doch noch umgesetzt werden konnte.
Das moderne Altenwohnheim "Senioren-Residenz Jeberjahn" mit 64 Heimplätzen ist für die Bewohner des Fleckens Bergen an der Dumme eine Bereicherung geworden.